Hypertrophie

Unter einer Hypertrophie versteht man in der Medizin eine Größenzunahme von Organen oder Gewebe, die unabhängig vom normalen Wachstum vonstatten geht. Eine solche Veränderung kann durch verstärkte Beanspruchung hervorgerufen werden, sodass die Zellen sich vermehren und dadurch eine Schwellung entsteht.
Es gibt verschiedene Arten der Hypertrophie. Die korrelative Hypertrophie wird durch Überproduktion endogener Hormone ausgelöst, kann aber auch durch die Zuführung von exogenen Hormonen hervorgerufen werden. Dadurch können beispielsweise die Gebärmutter, Brüste oder auch die Prostata überproportional wachsen. Eine natürliche Form der Hypertrophie ist die sogenannte Aktivitätshypertrophie, die durch starke Mehrbelastung beispielsweise durch Hochleistungssport entsteht. Darüber hinaus kann auch die kompensatorische Hypertrophie auftreten, die vom Körper ausgelöst wird, um Fehler zu beheben.
Solche Zellveränderungen können beispielsweise bei der Narbenbildung auftreten. Sie entstehen, wenn bei der Heilung zu viel Bindegewebsfasern gebildet werden. Dann kommt es zu gutartigen Narbenwucherungen (Narbenkeloiden), die sich selbstständig zurückbilden können. Geschieht dies nicht, kann eine Kortisoninjektion oder Kompressionstherapie dabei helfen, das Narbengeschwulst zu behandeln. Auch eine Laserbehandlung oder ein chirurgischer Eingriff sind bei der Behandlung von hypertrophem Narbengewebe denkbar. Je nach Art der Narbe ist auch eine kombinierte Behandlung durchführbar, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und die Narbe effektiv und langfristig zu glätten.

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